Pepe ist 16. Lola auch. Vielleicht sogar älter. Aber wusstest du…
…dass die durchschnittliche Lebenserwartung eines Hundes 12,5 Jahre beträgt?
Mir wurden bereits vier Extra-Jahre mit den beiden geschenkt. Ja, das sind geschenkte Jahre, denn wir haben ja nicht mal die Gewissheit, dass unsere Hunde überhaupt die 12,5 Jahre erreichen. Jedes Jahr, jeder Monat, jeder einzelne Tag – jeder Moment ist ein Geschenk.
Vor ein paar Tagen hat die Hündin eines Familienmitglieds die Welten gewechselt. Sie war vermutlich ähnlich alt wie Pepe und Lola (das wissen wir nicht, weil ihre Vergangenheit nicht bekannt war, als sie vor vielen Jahren in die Familie gekommen ist). Run free, süße H. Ich denk an dich.
Ich glaube, wir alle wünschen uns insgeheim, dass unsere Hunde ewig leben und an unserer Seite sein können.
Das tun sie aber nun mal nicht und ich glaube auch, dass wir das gern mal ein bisschen verdrängen, weil dieser Gedanke einfach so unendlich weh tut. Und ja, ich fühl’s… Gleichzeitig sollte uns genau diese Tatsache – dass die Zeit mit unseren Hunden so kurz und kostbar ist – den Ansporn geben, alles zu tun, um für uns beide das schönste Leben möglich zu machen. Sie verdienen es. Und wir auch.
Vor ein paar Tagen habe ich auf einem Campingplatz eine Frau mit ihrem Hund kennengelernt. Er war sehr aufgeregt, sobald er eine Katze gesehen hat (und da gab es viiiele Katzen) und insgesamt schnell gestresst.
Wir kamen ein bisschen ins Gespräch und irgendwann sagte sie zu mir: „Aber er ist ja schon acht. Kann er das denn überhaupt noch lernen?“
Und dieser Satz ist hängen geblieben. Denn ja. Natürlich kann er.
Hunde hören nicht irgendwann auf zu lernen, nur weil auf ihrer Geburtstagstorte acht, zehn, zwölf oder vielleicht sogar sechzehn Kerzen stehen. Obwohl viele glauben, dass sie nur lernen, solange sie noch jung sind. Hunde können immer lernen und sich weiter entwickeln, wenn wir ihnen die Möglichkeit dazu geben.
Natürlich verändern sich mit dem Alter eventuell körperliche und kognitive Voraussetzungen – deshalb geht es nicht darum, einen alten oder älteren Hund auf Teufel komm raus zu „trainieren“, sondern ihm das Leben, das noch vor ihm liegt, so schön und entspannt wie möglich zu gestalten. Und ich bin überzeugt davon, dass da immer etwas möglich ist.
Angst muss man nicht hinnehmen, nur weil der Hund schon zehn ist und vielleicht zehn Jahre seines Lebens bereits so verbracht hat.
Dauerstress nicht. Leinenpöbelei nicht. Probleme beim Alleinbleiben nicht. Unsicherheit in bestimmten Situationen nicht. Reaktivität auch nicht. Oder welche Herausforderung eben die ist, die vorhanden ist.
Denn all das sind Dinge, die die Lebensqualität eines Hundes massiv beeinträchtigen – und die des Menschen natürlich auch. Ein Hund hat nicht gern Angst und er pöbelt auch nicht gern an der Leine, denn das ist nichts, was sich gut für ihn anfühlt. Wir können unseren Hunden helfen, besser im Leben zurecht zu kommen und mehr Wohlbefinden zu erleben.
Und nein, das heißt nicht, dass sich alles immer vollständig lösen lässt. Aber das hat nichts mit dem Alter des Hundes zu tun, denn das kann auch für einen jungen Hund gelten.
Es lohnt sich aber herauszufinden, was für diesen Hundeben möglich ist, damit es noch leichter werden kann.
Denn vielleicht ist genau das die andere Seite dieser verdammt kurzen Zeit, die wir mit ihnen haben:
Solange sie da sind, können wir etwas verändern.
Vielleicht haben wir nicht mehr zehn Jahre miteinander. Vielleicht auch keine fünf. Vielleicht wissen wir überhaupt nicht, wie viel Zeit uns noch bleibt.
Aber wir haben heute. Und wir können die Zeit, die uns bleibt – egal wie viel oder wenig das ist – nutzen, um unser gemeinsames Leben schöner, leichter und harmonischer werden zu lassen. Damit wir beide glücklich sein können.
Und deshalb glaube ich nicht daran, aufzugeben, nur weil ein Hund schon älter ist oder sogar schon alt.
Wenn dein Hund seit Jahren Angst hat, schnell gestresst ist, draußen pöbelt, nicht allein bleiben kann oder ihr an irgendeiner anderen Stelle im Leben miteinander feststeckt, dann muss die Antwort nicht sein: Jetzt ist er sowieso schon so alt.
Vielleicht lautet die viel wichtigere Frage: Wie schön können wir die Zeit machen, die noch vor uns liegt?
Und wenn wir dafür heute etwas verändern können, dann finde ich, sollten wir es tun. Für unsere Hunde. Und auch für uns. Ihr verdient es, das schönste Leben miteinander zu haben.
Danke Pepe. Danke Lola. Es ist mir eine Ehre, euer Mensch zu sein und ich bin zutiefst dankbar, dass ihr da seid. Jeder bisherige Tag mit euch war ein Geschenk und jeder weitere Tag ist ein noch größeres… 💞
Unsere Zeit ist begrenzt – aber solange sie da sind, ist es niemals zu spät, etwas zu verändern.
Alles Liebe, deine Anna mit Pepe, Lola und Zazou
PS: Wenn du dir für dich und deinen Hund ein glückliches, entspanntes und harmonisches Leben wünschst, folg mir gern auf Instagram. Dort zeige ich dir, wie genau das möglich werden kann – und wie aus dir und deinem Hund ein echtes Dreamteam wird.
